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Rückblick unserer Veranstaltungen

DVWG zu Gast beim Eisenbahnbetriebsfeld Darmstadt


Im Jahre 2006 haben die Technische Universität Darmstadt (TUD) und die Deutsche Bahn – Ausbildungstochter DB Training zusammen mit dem Akademischen Arbeitskreis Schienenverkehr das Eisenbahnbetriebsfeld in einem Gebäude der Bahn am Rande der Gleisanlagen des Darmstädter Hauptbahnhofs eingerichtet. Übernommen wurden dabei die bereits bei der TUD vorhandenen, jedoch nicht mehr genutzten Einrichtungen eines Vorläufers.

Auf über 500 Quadratmetern Fläche wurden 900 m Gleise der Spurweite HO mit rund 260 Weichen verlegt, 18 Betriebsstellen, wie z.B. Bahnhöfe oder Blockstellen wurden aufgebaut. Originale Stellwerke aus vier Epochen Eisenbahnbetriebsgeschichte ermöglichen die Steuerung des Betriebsablaufs in einer Art Simulationsanlage.

Nahezu alle der verwendeten Stellwerkstechniken sind heute noch bei der Bahn in Betrieb.

Mit der Anlage werden aktive und künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Grundlagen der Eisenbahn Leit - und Sicherungstechnik vertraut gemacht. Eine ausgefeilte Simulationstechnik sorgt dafür, dass Maßnahmen für eine Vielzahl von Störungen des Betriebsablaufs geprobt werden können. Vor allem dispositive Tätigkeiten werden dabei geübt. Dabei spielt das Erlernen von Kommunikations- und Verhaltenstechniken eine große Rolle.


Ende Mai besuchte eine Gruppe von Mitgliedern der Bezirksvereinigung Rhein-Main der DVWG das Eisenbahnbetriebsfeld.

Nach einer Einführung und einem Rundgang durch die Anlage hatten die Teilnehmer – und zwar nicht nur die Eisenbahner unter ihnen – Gelegenheit, die betriebliche Praxis zu üben und die Grundlagen des Eisenbahnbetriebs kennen zu lernen.

Also als Erstes den Fahrweg prüfen, dann Weichen umstellen und Fahrstraße festlegen, schließlich das Signal auf Fahrt stellen und der Zug fährt los – und das Ganze mit ganz unterschiedlichen Stellwerkstechniken. Das Ganze geschah natürlich auch mit viel Spaß.

Dabei konnten die Teilnehmer feststellen, dass unter didaktischen Gesichtspunkten die Darstellung des Betriebsablaufs und der Abweichungen vom Regelbetrieb an einem eher realen Modell im Gegensatz zu einer reinen Computersimulation weitaus realistischer und nachhaltiger ist, weil bei der reinen Computersimulation die jeweiligen Bedienungselemente fehlen und originalgetreue Bedienhandlungen nicht möglich sind. wh